Erfahrungsbericht: Ruedi mit seinem Sleipnir

47° Nord

Zum ersten Mal nach zwei Jahren durfte mein Sleipnir auf grosse Tour. Drei Wochen durch Estland, Russland und Finnland haben bestätigt: Das ist das perfekte Velo für mich. Perfekt die Geometrie: Auch nach langen Etappen stieg ich weder mit Schmerzen noch mit Verspannungen vom Berthoud-Ledersattel. Perfekt die Fahreigenschaften mit Gepäck. Perfekt die Schaltung - mit den 18 Gängen von Pinion lässt sich die Trittfrequenz wunderbar konstant halten und jeden Hoger meistern wie mit einem MTB. Perfekt die Bereifung für die Strasse und fürs Gelände, ausser es sei gar steinig. Perfekt der Riemenantrieb: Nach Sandpisten kein Entfetten mehr, etwas Wasser genügt. Und perfekt die Optik: Das Velo gefällt auch dem Auge.

Kurz: Ein Velo für (fast) alles. Bei den Velofreaks von Birota in Sankt Petersburg machte es Furore. Wir waren dort, weil ein tiefes russisches Schlagloch die Hinterradfelge meiner Begleiterin verbogen hatte. Der Mechaniker kannte das Pinion-Getriebe aus Zeitschriften und leuchtete auf, als er es zum ersten Mal leibhaftig sah. Er testete das Pinion auf dem Montageständer und meinte: «Das ist die Zukunft des Velos.» Das machte den Besitzer noch stolzer auf sein Sleipnir.